Modellvielfalt
Von
Wilfred Lindo
Da der Computermulti IBM, die International Business Machines Inc., lange Zeit Nachbauten ihrer PCs tolerierte und in der Lizenzvergabe recht
großzügig war, schossen Computerfirmen wie Pilze aus dem Boden. Der PC wurde dabei noch persönlicher und billiger. Es gibt ihn inzwischen
zugeschnitten auf verschiedene Leistungsansprüche und Aufgaben. Für den Büroalltag oder zu Hause. Mit Leistungsdaten ähnlich der sogenannten
Workstations für Konstruktionsbüros und professionelle Computergrafik. Aber auch für den Einsatz unter Wasser oder in härtester Industrieumgebung.
Als sogenannter Multimedia-PC erobert er die Haushalte als „Spiel- und Spaßmaschine“.
Von der Gründerzeit der PCs kündet die Bezeichnung IBM-kompatibel, mit der die Nachbauten treffend charakterisiert wurden. Heute trifft das nicht mehr so
ohne weiteres zu, denn der Markt folgte nicht allen Computer- und Softwareentwicklungen des Giganten IBM. So hilft diese Bezeichnung eher dabei, diese
Rechnerwelt von anderen, insbesondere der Apple-Welt zu unterscheiden.
Ob Apple oder IBM-kompatibel - Rechner gibt es für verschiedene Einsatzzwecke: Der Desktop steht auf dem Tisch, gleich ob im Büro oder zu Hause, der
Tower mit seinen gewaltigen Ausmaßen daneben. Die Preise und Einsatzmöglichkeiten der Computer beider Bauformen unterscheiden sich wenig voneinander.
Die ersten tragbaren Rechner setzten durchtrainierte Anwender voraus. Gewichte jenseits der 10-Kilogramm-Marke waren zu hantieren und an Batteriebetrieb
dachten damals nur hemmungslose Optimisten. Schnell wurde die Bezeichnung „Schlepptop“ geprägt. Rechner mit Akkus und den Abmessungen eines drei
Zentimeter dicken A4-Blockes gibt es erst seit kurzem.
Bei Leistungen wie sie ein Tisch-PC hat, übertreffen sie diese im Preis allerdings um ein- bis zweitausend Euro. Ein weiterer Nachteil ist ihre kleine, zu
ermüdender Arbeitshaltung zwingende Tastatur. Dem steht der große Vorteil der Mobilität gegenüber. So ist ein Notebook zu empfehlen, wenn der Rechner
ständig an verschiedenen Orten genutzt werden soll.
Subnotebooks treiben die Miniaturisierung auf die Spitze. Mit anderen Rechnern tauschen sie Daten nur noch über Infrarotschnittstellen, Kabel oder
beiderseits verwendbare Speicherkarten aus. Für ein Diskettenlaufwerk fehlt der Platz. Dafür passen die kleinsten Vertreter dieser Art in die Hülle eines
Zeitplaners oder gar in die Jackentasche. Notizbuchgroße Rechner mit beschreibbarem Bildschirm vom Schlage eines Apple Newton und seiner Konkurrenten
sind der bisher letzte Schritt auf dem Weg zum „Persönlichen Computer".
Über den Autor:
Redaktionsbüro Lindo http://www.lindo.de.
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