Bewegungsfreiheit am Rechner
Von
Wilfred Lindo
So kompliziert es zu Hause auch ist, die Regeln für die Einrichtung von Büroarbeitsplätzen sollten als Zielvorgabe dienen - wenn schon nicht ganz erreicht,
dann doch wenigstens so nahe dran wie möglich. Ein Arbeitstisch mit 80 Zentimetern Tiefe reicht gerade so aus, kleine Monitore mit 14 oder 15 Zoll
Bilddiagonale auf die empfohlene Distanz von einem halben Meter zu stellen.
Das bringen die kleinen, oft fahrbaren Computergestelle nicht, die im Mitnahmemarkt billig angeboten werden. Noch mehr fehlt es diesen billigen Lösungen
an Breite. Die nötige Bewegungsfreiheit eines normalen Bürotisches (160 Zentimeter breit) wird nicht geboten, andererseits läßt sich Zubehör, Disketten und
Handbücher etwa, nur so schlecht ablegen, dass man sich beim Griff danach verrenken muss.
Beides sorgt für verspannte Muskeln, vor allem im Schultergürtel und Nacken. Das wirkt sich nach längeren Computersitzungen oft als Kopfschmerz aus.
Deshalb macht sich ein großzügiges Platzangebot auf jeden Fall bezahlt. Es sollte auch eine Auflagefläche vor der Tastatur einschließen, auf der die Unterarme
abgestützt werden.
Diese Bewegungsfreiheit und Unterstützung der Nackenmuskulatur kann aber nur genießen, wer richtig sitzt. Die Füße auf dem Boden und tief unten am Rücken,
an den Lendenwirbeln von der Lehne gestützt - so sitzen Sie richtig. Mit dem Sessel von der ausrangierten Polstergruppe oder Omas altem Schaukelstuhl ist da
kein Staat zu machen. Ein guter Küchenstuhl, besser noch ein richtiger Bürodrehstuhl, sind die bessere Lösung.
Über den Autor:
Redaktionsbüro Lindo http://www.lindo.de.
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